Berlin –
Im Saal viele von Kopftüchern Verhüllte, auf der Bühne drei halbnackte Frauen. Die barbusigen Femen-Aktivistinnen störten Donnerstagabend im Roten Rathaus die „Islamwoche Berlin 2014“. Dort bot der höchst umstrittene Hamburger Arzt Dr. Mustafa Yoldas seine dubiosen Thesen dar.
„Keine Angst vor Brüsten, keine Angst vor Freiheit“, riefen die jungen Frauen in den knallroten Hotpants. Schockstarre bei den rund 200 Teilnehmern, darunter zahlreiche Moslems. Schnell stürzten Wachschützer des Rathauses auf die Halbnackten zu, dann kam die Polizei.
Umso erstaunlicher, dass er im Rahmen der „Islamwoche“ an der Podiumsdiskussion „Berlin – mitgestalten! Lokale Chancen und Herausforderungen“ teilnehmen durfte. Denn die „Islamwoche“, die heute endet, steht primär für interkulturellen Austausch in friedlicher Form. Themen aus Kultur, Religion und Gesellschaft sollen Berliner, Muslime und Nicht-Muslime näher zusammen bringen.
Doch die Teilnahme von Yoldas sorgt für einen faden Beigeschmack. Dr. Mustafa Yoldas ist nicht nur Vorsitzender der Hamburger Schura, die stetig unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. Er leitet ebenso die schon im Jahr 2010 verbotene Internationale Humanitäre Hilfsorganisation IHH, den „Hamas-Spendenverein“.
Doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Denn Dr. Mustafa Yoldas ist auch „treu ergebener Funktionär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görus“, empörte sich der Politologe und Historiker Dr. Johannes Kandel in einem offenen Brief an Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit.
Die Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe FEMEN in voller Aktion.
Foto: dpa
TL/MBÖ/OBL
Via: berliner-kurier.de
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