Dominique Strauss-Kahn vor Gericht: Keine Spur von "zügellosen Aktivitäten"

Dominique Strauss-Kahn hat im Prozess um seine Teilnahme an Sex-Partys seine Unschuld betont. "Ich habe weder ein Verbrechen noch ein Vergehen begangen", schrieb Strauss-Kahn in einem Brief, der im Gerichtssaal im nordfranzösischen Lille verlesen wurde.

Bei seiner anschließenden Befragung wies der frühere sozialistische Spitzenpolitiker auch die Darstellung der Anklage zurück, die von regelrechten Sexorgien gesprochen hatte: "Es hat diese zügellose Aktivität nicht gegeben."

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Der 65-Jährige muss sich vor dem Strafgerichtshof im nordfranzösischen Lille wegen organisierter Zuhälterei bei Sex-Partys verantworten. Die Teilnahme an den Partys gab er zu.

Der Anwalt Strauss-Kahns, Eric Dupond-Moretti, wirft all jenen Scheinheiligkeit vor, die sich über die Verflechtung von Unternehmerwelt und Prostitution erstaunt zeigen. Bei Geschäftsabschlüssen seien "in 80, vielleicht 70 Prozent" der Fälle Escortgirls im Spiel.

Strauss-Kahn wusste nichts über Prostituierte

Die am Dienstag gestartete Befragung Strauss-Kahns soll auch am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt werden. Neben Strauss-Kahn müssen sich in der nach einem Luxushotel in Lille benannten Carlton-Affäre 13 weitere Angeklagte vor Gericht verantworten. Darunter auch der Ex-Baumanager David Roquet. Er gilt als einer der Mitorganisatoren der Sexpartys um den einstigen französischen Spitzenpolitiker Strauss-Kahn.

Roquet schätzte es nach eigenen Worten, "einen Nachmittag mit jemandem zu verbringen, der als IWF-Chef die Nummer 2 der Welt und der künftige französische Präsident ist". Mit den Partys habe er "berufliche Ziele" verfolgt, beteuerte Roquet im Sender BFMTV, um "ein Mittagessen mit Herrn Strauss-Kahn und meinen großen Chefs zu organisieren".

Zuhälterei umfasst in Frankreich auch Prostitution, die von Dritten bezahlt oder bei Sex-Partys organisiert wird. Sollte Strauss-Kahn das nicht gewusst haben, müsste er straffrei bleiben. Die Ermittler gehen davon aus, dass ihm die Prostitution klar gewesen sein muss.

Via: n24.de


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