Eurokrise – EZB-Chef Draghi sieht erste QE-Erfolge

„Beendet die EZB-Diktatur“

Die Frau konnte von Sicherheitskräftten überwältigt und abgeführt werden. Die Frankfurter Polizeit gab daraufhin bekannt, dass es sich um eine 21 Jährige aus der Hansestadt Hamburg handeln würde. Laut Reuters bekannte sich im Internet die Protestgruppe FEMEN zu der Aktion.

Wie auch immer, Mario Draghi wurde sofort von Personenschützern aus dem Raum geführt und konnte wenig später seinen Vortrag fortsetzen. Und bei seiner Rede feierte sich der Italiener selbst, so das Fazit von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.

In der Tat, der mächtigste Mann des alten Kontinents verwies gestern auf erste Erfolge des gigantischen Anleihe-Kaufprogramms, das ja ein Volumen von mehr als 1,1 Billionen Euro hat. Wörtlich sagte Draghi:

"Es gibt klare Anzeichen dafür, dass die geldpolitischen Schritte, die wir eingeleitet haben, wirksam sind.“

 

Verbesserte Aussichten

Diese geldpolitischen Schritte würden dazu beitragen, die Wachstumsaussichten im Währungsraum weiter zu verbessern. Auch würden sie helfen, dass wieder mehr Kredite vergeben werden. Die Vergabe-Bedingungen für Darlehen an Firmen und Haushalte seien bereits merklich besser geworden - die Nachfrage nach Krediten nehme zu.

Die Inflation solle sich laut Draghi auf diesem Wege wieder in Richtung der von der Zentralbank angestrebten Rate von knapp zwei Prozent bewegen. Bis dahin sei es allerdings noch ein weiter Weg - im März lag ja die Teuerung in der Euro-Zone noch bei minus 0,1 Prozent.

 

Leitzins weiter bei 0,05 Prozent

Weiter gab Draghi bekannt, dass der Schlüsselzins für die Geld-Versorgung der Banken auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent bleiben würde. Seit September 2014 liegt er ja schon auf diesem tiefen Niveau.

Und Draghi betonte ferner, dass die EZB weiter an der ultra-lockeren Geldpolitik festhalten werde. Aus seiner Sicht komme insbesondere eine vorzeitige Drosselung des Anleihe-Kaufprogramms überhaupt nicht in Betracht. Wortwörtlich stellte er klar:

"Unser Fokus wird auf der vollen Umsetzung unserer Maßnahmen liegen."

Es sei verfrüht, darüber zu spekulieren, wann die geldpolitische Ausrichtung verändert werde.

Last but not least sei erwähnt, dass es gestern auch kritische Stimmen zur EZB-Geldpolitik gab. Unter anderem von Jan Holthusen, Analyst bei der DZ-Bank. Nach Einschätzung von Herrn Holthusen könnte die EZB mittelfristig Opfer ihres eigenen Erfolges werden.

Seiner Ansicht nach schade das Ankaufprogramm mehr als es nutzen würde. Das anhaltende Niedrigzinsniveau werde laut Holthusen längerfristig massive Probleme in der Altersvorsorge hervorrufen.

Via: investor-verlag.de


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