Femen-Aktivistin Josephine: Erster Protest nach dem Tunesien-Knast

KiezStadt


Tiergarten –  

Rote, blutige Handabdrücke auf den Brüsten, auf den Schenkeln. Alles was sie am Körper tragen sind Slips. Und bunte Blumenkränze in den Haaren – das Markenzeichen der Femen. Wieder schrieben sie sich ihre Botschaften in schwarzen Lettern auf die nackte Haut. Ihr Ziel am Freitag: die ägyptische Botschaft in Berlin.

„Rape no more“ schreien die sechs Frauen immer wieder wie aus einer Kehle. Keine Vergewaltigungen mehr. Darum sind sie hier, fast nackt, und klettern auf die Mauer der ägyptischen Botschaft: Sie wollen Aufmerksamkeit für die Frauen in Ägypten.

„Wir wollen die Massenvergewaltigungen anprangern, die den protestierenden Frauen in Ägypten widerfahren“, sagt Josephine dem KURIER. „Die Frauen dort müssen mit Messern bewaffnet demonstrieren gehen, um sich zu schützen.“ Es ist der 1. Protest, bei dem Josephine teilnimmt, seit sie in Tunesien verhaftet wurde.

Erst seit drei Wochen ist die Hamburgerin wieder in Deutschland. „29 Tage saß ich im Gefängnis“, erzählt Josephine. „Es ist ein seltsames Gefühl, wieder zu protestieren, wenn man weiß, dass man dafür beim letzten Mal unter schrecklichen Bedingungen in Haft saß.“

Bei dem Protest waren auch eine Femen-Aktivistin aus Ägypten dabei und eine Transsexuelle. Josephine: „Das gab es bei Femen Germany das erste Mal. Uns ist jeder willkommen, der sich als Frau versteht.“


Via: berliner-kurier.de


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