"Femen"-Aktivistinnen attackierten Brüsseler Erzbischof

Der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, André-Joseph Leonard, ist am Dienstagabend von vier barbusigen Femen-Aktivistinnen angegriffen worden. Die Frauen bespritzten Leonard, der auch Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz ist, während einer Konferenz in Brüssel mit Wasser, wie belgische Medien (Mittwoch) berichten. Leonard hatte an der Freien Universität Brüssel zum Thema "Blasphemie - Straftat oder Meinungsfreiheit" gesprochen.

Medienberichten zufolge unterbrachen die Aktivistinnen der feministischen Gruppe den Vortrag Leonards und bespritzten ihn mit Weihwasser aus Lourdes-Flaschen in Madonnenform. Auf ihre nackten Oberkörper hatten die Frauen Sprüche wie "In gay we trust" (Wir vertrauen auf Schwule) oder "My body, my rules" (Mein Körper, meine Regeln) geschrieben. Zudem hielten sie Plakate hoch, auf denen "Stop Homophobie" stand und riefen "Leonard, wir haben genug".

Den Angaben zufolge wollten die Frauen mit ihrer Aktion gegen angeblich homophobe Aussagen Leonards protestieren. Der Erzbischof habe den Angriff abgewartet und sich nicht gewehrt. Das Sicherheitspersonal schritt ein und entfernte die Frauen. Mitglieder der ukrainischen Protestgruppe hatten in der Vergangenheit mit ähnlichen Aktionen auf dem Petersplatz sowie in der Kirche Notre-Dame für Aufsehen gesorgt.

Bereits im Jahr 2011 war Leonard Opfer eines Tortenattentats geworden. Bei einer Diskussionsveranstaltung an der Katholischen Universität Louvain-La-Neuve waren ihm damals vier Torten ins Gesicht geworfen worden. Medienberichten zufolge hatten die Tortenwerfer gegen die Haltung Leonards zur Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch protestieren wollen.

Via: kathweb.at


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