Phänomen FEMEN: Busen gegen Bälle

Sie sind jung, hübsch und wütend. Doch wer sind die Oben Ohne-Feministinnen aus Kiew? NEWS traf die Mädchen, die nackt gegen die Fußball-EM zu Feld ziehen. Die Mädls planen wieder was. Wollen noch nichts Genaues verraten. Aber eines ist klar. Sie werden es erneut tun: halbnackt umherlaufen, schreien, brüllen, ihre Brüste in die Welt und vor allem in die Kameras halten. Tags darauf werden die Bilder erscheinen. In Zeitungen und im Fernsehen, von Austria bis Australia. Und manch ein Mann wird hinschauen, schmunzeln, sich denken: "Naja, so gefällt mir der Feminismus."

Ist damit die Geschichte schon zu Ende erzählt? Handelt sie bloß von ein paar dummen Puppen, die sich entblößen, um ein bisschen gegen Prostitution und für Emanzipation zu protestieren? Kritiker sehen das so.

Sagen, die Mädls bewirken das Gegenteil dessen, was sie wollen. Warnen vor Pornografisierung und fragen, wer das ganze Theater eigentlich finanziert. Von der anderen Seite kommt Lob. Selbst Frauen-Ikone Alice Schwarzer spricht von „neuem Feminismus“, „dem Busen als Waffe“. Und schon finden die „Nacktivistinnen“ Nachahmerinnen in ganz Europa. Ja selbst in den USA und Tunesien lüften erfahrene Frauenrechtlerinnen die Hüllen und tun es den 40 ukrainischen Femen- Mädls, die im Netz 30.000 Anhänger haben, gleich.

Als alles begann, waren sie 16, 17, saßen zu dritt in Chmelnizky, einer Industriestadt, fünf Stunden hinter Kiew und träumten. Vom Weggehen, vom Studieren, vom Ausbrechen. Sie gingen nach Kiew. Nacheinander. Studierten: Wirtschaft, Kunst, Journalismus. Und diskutierten weiter. Gründeten eine Gruppe für Studentinnen und wunderten sich, wenn sie abends über Kiews Prachtboulevard, den Kreschatik, spazierten, als sie Ausländer anhielten und mit viel Wodka in der Stimme fragten: „Wanna fuck?“ Das Klischee der armen, billigen, aber willigen Ukrainerin, das Sextouristen zu Abertausenden anzieht und das Land zu einer der Hauptbastionen des Frauenhandels macht – es ist genau dieses Klischee, das die Mädchen rasend macht.

Diskutieren bringt nichts. Das war die Erkenntnis, irgendwann 2008. Agieren war angesagt. In Hurenkleidern gingen die Mädls raus. Schrien: „Die Ukraine ist kein Bordell!“. All ihre Wut in einem Satz. Die Medien berichten, die Mädls verstehen. Provokation – das ist der Schlüssel.

Lesen Sie die ganze Reportage im NEWS 23/12!

Via: news.at


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About FEMEN

The mission of the "FEMEN" movement is to create the most favourable conditions for the young women to join up into a social group with the general idea of the mutual support and social responsibility, helping to reveal the talents of each member of the movement.

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