Solidaritätsaktionen für Pussy Riot + Neuer Song

Nach dem drastischen Urteil gegen die drei russischen Aktivistinnen der Punkband Pussy Riot vergangene Woche ist es an zahlreichen Orten weltweit zu Solidaritätsaktionen gekommen, so bspw. in Köln und Kiew.

In Köln stürmten AktivistInnen am heutigen Sonntag die Messe im Kölner Dom und sangen und schrien nach Maria, die ihnen helfen sollte, das „System abzutreiben“ und „Pussy Riot zu befreien“. Bei sich trugen sie ein Transparent: „Free Pussy Riot and all prisoners“. Priester, Mönche und Christen stürzten sich auf die Aktivisten, zerrten sie bereits nach wenigen Sekunden aus der Kirche und fixierten sie unter Anwendung von Gewalt bis zum Eintreffen der Polizei (PM und Video auf linksunten).

In der Ukraine haben derweil AktivistInnen der feministischen Aktionsgruppe Femen ein Holzkreuz gefällt. In einer Erklärung solidarisierte sich Femen mit Pussy Riot und den Opfern des Regimes der Popen und des Kremls. Sie riefen die gesunden Kräfte der Gesellschaft dazu auf, religiöse Vorurteile aus den Hirnen zu sägen, die die Diktatur stützten und Demokratie und die Freiheit der Frauen behinderten.  Auf Telepolis wird die Aktion als unreflektiert kritisiert. Das Kreuz habe keinerlei Zusammenhang mit der Orthodoxen Russischen Kirche sondern sei vielmehr 2004 im Gedenken an Opfer der stalinistischen Repression errichtet worden. Den Frauen drohe nun bis zu vier Jahren Haft.

Pussy Riot selbst hat derweil ein neues Lied veröffentlicht mit dem Titel: „Putin Lights Up the Fires“.

Siehe hierzu auch ein Interview von RDL vom März 2012 mit einer der Femen-Aktivistinnen:

  • Femen - feministische Aktions-Gruppe aus der Ukraine (09.03.2012)

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Via: rdl.de


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