Trainingslager in Paris ausgebrannt | Brandanschlag auf Femen-Frauen?

Schock für die Nackt-Aktivistinnen von Femen! Am frühen Sonntagmorgen brannte das Trainingscamp der Frauenbewegung in Paris völlig aus. Unfall oder Anschlag?

Ernsthaft verletzt wurde niemand. Die Ursache für den Brand, der laut Polizei um 4.50 Uhr in der zweiten Etage des Hauses im Norden der französischen Hauptstadt ausbrach, ist noch völlig unklar.

Rußgeschwärzte Fenster an der Fassade zeugen am Morgen von der Feuerhölle, die im Inneren der Zimmer gewütet haben muss und fast zu einer Katastrophe geführt hätte.

Zwei Aktivistinnen, die in dem Zimmer zur Straße hin schliefen, konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Eine hat Verbrennungen am Arm, wollte aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Zuvor hätten sie versucht, den Brand mit Feuerlöschern unter Kontrolle zu bekommen, sagt Femen-Chefin Inna Schewtschenko (22) zu BILD.de vor Ort. Vergeblich.

Die Femen-Aktivistin sitzt auf dem Bürgersteig vor dem Haus, um sie herum liegen verkohltes Inventar und halbverbrannte Transparente. Schewtschenko ist geschockt. „Es ist alles völlig ausgebrannt“, berichtet die Gründerin des Trainingslagers. „Wir wissen nicht, wie das passiert ist“.

Einen politisch motivierten Anschlag auf das Büro der Aktivistinnen möchte die Frauenrechtlerin aber nicht ausschließen. „War es ein Kurzschluss oder sogar ein Anschlag? Ich bin da sicher nicht objektiv“, räumt sie ein.

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Drohungen gegen Femen

Schewtschenko berichtet von ernsten Drohungen und offenen Anfeindungen, die in den vergangenen Wochen zugenommen hätten.

Schon mehrmals musste die Polizei wegen Anschlagsdrohungen die kleine Straße vor dem alternativen Kulturzentrum „Théâtre du Lavoir Moderne Parisien“ absperren, wo die Femen-Gruppe seit August 2012 ihren Sitz hat.

Dort trainieren die zumeist jungen Frauen regelmäßig für ihren nächsten Einsatz. Bis zu diesem Morgen zumindest ...

Die Femen-Proteste

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Femen ist in ihren Protesten umstritten, verleihen sie doch ihren Forderungen weltweit Nachdruck, indem ihre Mitglieder stets oben ohne demonstrieren.

Auf Gefühle, z.B. religiöser Natur, nehmen sie dabei keine Rücksicht.  So zogen die Aktivistinnen vor der Pariser Kathedrale Notre Dame ebenso blank wie vor der Großen Moschee von Paris, um gegen eine (vermeintliche) Unterdrückung von Frauen zu demonstrieren.

Ärger wegen Briefmarke

Zuletzt sorgte Femen indirekt für Unmut in Frankreich im Zusammenhang mit einer neue Briefmarke der „Marianne“, der Nationalfigur der Französischen Revolution.

Denn das Konterfei auf der Briefmarke, die Staatspräsident François Hollande zum Nationalfeiertag am 14. Juli enthüllte, hat starke Ähnlichkeit mit der Femen-Aktivistin Schewtschenko ...

Zwar ist „Marianne“ nicht halb nackt auf der Briefmarke zu sehen, doch gefiel Politikern der kleinen konservativen Christdemokratischen Partei diese Parallele zu Femen ganz und gar nicht. Sie riefen am vergangenen Dienstag zum Boykott der neuen Briefmarke auf.

Der Künstler Olivier Ciappa sagte später, das Gesicht auf der Briefmarke sei Schewtschenko nachgebildet.

Die Ukrainerin Schewtschenko, die mittlerweile in Frankreich lebt, hatte sich stolz gezeigt, dass sie als „neue Ikone einer modernen Interpretation von Marianne“ ausgewählt worden sei. Frankreich sehe nach wie vor eine kämpfende Frau als sein nationales Symbol, sagte sie der Nachrichtenagentur AP.

Schewtschenko sieht darin zwar einen möglichen Hintergrund für den Brand, hält sich aber mit Mutmaßungen wohlweislich zurück.

„Dass gerade ich auf dieser Briefmarke erscheine, hat einigen politischen Vertretern natürlich nicht gefallen“, sagt sie zu BILD.de.

Die Femen-Bewegung ist in der Ukraine entstanden. Die Aktivistinnen sorgen seit dem Jahr 2010 mit barbusigen Protesten gegen Sexismus, Homophobie, Prostitution und religiöse Vorschriften für Aufsehen.

Via: bild.de


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The mission of the "FEMEN" movement is to create the most favourable conditions for the young women to join up into a social group with the general idea of the mutual support and social responsibility, helping to reveal the talents of each member of the movement.

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