Barbie-Protest

Barbie-Protest

16. Mai 2013 20:00 Uhr,
Sabine Klier
| Aktualisiert 21:01

Protest-Frauen zünden zur Barbiehaus-Eröffnung eine Puppe am Kreuz an. Ältere Frau bei Gerangel verletzt.


Femen-Aktivistin Klara M. (22) steht mit dem brennenden Kreuz im Barbie-Brunnen

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Femen-Aktivistin Klara M. (22) steht mit dem brennenden Kreuz im Barbie-Brunnen
Die ans Kreuz gebundene Barbie ging in Sekunden in Flammen auf
Rangelei: Eine Mutter rettet ihr Baby aus dem umstürzenden Kinderwagen. Hinten: Security-Mitarbeiter und Demonstrant
Sanitäter führen die verletzte Rentnerin zum Krankenwagen
Das Kreuz brennt, die Barby-Puppe dran auch
Die Femen-Aktivistin bei letzten Vorbereitungen
Die Femen-Frau klettert auf den Schuh. Eine Helferin eilt mit dem brennenden Kreuz herbei
Die Femen-Aktivistin wird weggeführt
Die Femen-Demonstrantin skandierte lauthals: Barbie sein ist kein Beruf.
Fantasievoller Protest: Gegner des Barbie-Traumhauses in Aktion
Barbie-Gegnerin Katharina posiert vor dem Traumhaus
Auch Männer schlossen sich dem Protest an
Schon im Vorfeld der Eröffnung waren Plakate verunstaltet worden
Nur wenige Familien kamen zur Eröffnung
Pinke Versuchung: Das Barbie-Haus in der Voltairestraße
Der Besucheransturm hielt sich in Grenzen


Foto: REUTERS, Ralf Lutter, dpa, Ralf Lutter, Ralf Lutter, Ralf Lutter, Ralf Lutter, Ralf Lutter, REUTERS, dpa, AFP, dpa, dpa, REUTERS, REUTERS, AFP


Ihr Geschäft ist die Provokation, die inszenierte Aufmerksamkeit: Donnerstag aber gingen die Femen-Aktivistinnen mit ihrem Nackt-Protest deutlich zu weit. Zur Eröffnung des Barbie-Hauses am Alex zündeten sie eine gekreuzigte Puppe an! Eine ältere Frau wurde bei dem Gerangel sogar verletzt.

Barbie-Tollhaus statt Barbie-Traumhaus: Was sich Donnerstagmittag an der Voltairestraße (Mitte) vor der begehbaren rosa Villa der meistverkauften Puppe der Welt abspielte, war völlig daneben! Es ist 13.30 Uhr, im Vorgarten zur pinkfarbenen Barbie-Welt sonnen sich Eltern mit ihren spielenden Kindern. Plötzlich stöckelt eine schrille Blondinen-Kopie aufs Gelände, zeigt provokant ihre nackten Brüste. „Plastic is not fantastic“, steht drauf.

Dann der Höhepunkt des Geschmacklos-Protests: Die militante Feministin zündet eine Barbie am Kreuz an, skandiert minutenlang „Burn the idol“! Die Puppen-Verbrennung hat tumultartige Folgen. Thomas Lüdicke, Geschäftsführer von Barbie Dreamhouse, greift die Oben-ohne-Demonstrantin am Arm, führt sie mit dem immer noch brennenden Kreuz zum Ausgang.

Als das Mitglied von Femen fragt, was sie denn jetzt mit der Fackel machen soll, kommt es zur Rangelei. Einer der Demonstranten reißt das brennende Kreuz an sich, wirft es in den Barbie-Brunnen. Dabei rempelt er Rentnerin Irmgard K. (75) um, die zu Boden stürzt. Ein Security-Mitarbeiter läuft dem Mann hinterher, packt ihn. Der wehrt sich massiv. Gleichzeitig kippt ein Kinderwagen nach vorne um. Baby Danielo (3 Monate) wird von seiner Mutter in letzter Sekunde aufgefangen.

Rentnerin Irmgard K. blutet an beiden Armen, steht unter Schock und wird zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Mann Harald K. (73): „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass so eine Aktion so eine Lawine auslöst.“

Was wollte Femen überhaupt mit dem obszönen Protest erreichen? Aktivistin Klara M. (22) zur B.Z.: „Wir haben Barbie ans Kreuz geschlagen, weil Mattel eine Art Gottheit geschaffen hat und die Mädchen in aller Welt dazu anhält, sie zu verehren. Ich habe Teresa gefragt, was ich jetzt mit dem brennenden Kreuz machen soll, dann hat der Typ, den ich nicht kenne, gesagt 'In den Brunnen versenken' und ist damit los gerannt. Mir tut das alles furchtbar leid, was passiert ist. Denn wir sind eine gewaltfreie Organisation."

Die Demo-Organisatoren von „Occupy Barbie Dreamhouse“ distanzierten sich von der Aktion.

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Via: bz-berlin.de


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