Crashtest: Die besten Aktienfonds Osteuropas

Alle News heute, 13:53 DAS INVESTMENT

Im vergangenen Jahr ging es für osteuropäische Aktienfonds nur um Verlustbegrenzung. Doch die Chancen auf eine Erholung stehen gut. DAS INVESTMENT stellt die besten Fonds für die Region vor.

Nackte Tatsachen gegen hohe Gaspreise: Bei klirrender Kälte stürmten im Februar Aktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsgruppe "Femen" halbnackt die Moskauer Gazprom-Zentrale. Mit Parolen wie "Stoppt die Gas-Erpresser" demonstrierten die Frauen gegen die aus ihrer Sicht überhöhten Energiepreise, die der halbstaatliche Konzern ihrer Heimat Ukraine berechnet.

Mit ihrem Unmut stehen die zeigefreudigen Feministinnen nicht allein: Beschwerden über die russische Energiepolitik gehören in der Ukraine bereits seit Längerem zum guten Ton.

Manager erfolgreicher Osteuropa- Fonds hingegen mögen russische Energieriesen und sagen ihnen großes Potenzial nach. "Energieproduzierende Länder wie Russland können sich trotz der Konjunktursorgen in Europa und des schwächeren Wachstums in China weiter über hohe Ölpreise freuen", erklärt Aziz Unan. Auch der Ölstreit mit Iran dürfte die Preise stützen, so der Manager des Osteuropa- Fonds Renaissance Ottoman.

Auch Martin Hrdina glaubt an Russland. "Als eines der rohstoffreichsten Länder der Welt profitiert es stark vom Wachstum der Weltwirtschaft, insbesondere auch von der Rohstoffnachfrage aus China", sagt der Manager des Deka-Convergence Aktien. Bereits bei einem Ölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel würde das Land einen ausgeglichenen Staatshaushalt erreichen. Zudem könnten die Verantwortlichen im Kreml die hohen Überschüsse aus Rohstoffexporten für eine weitere Stimulation der Wirtschaft verwenden.

Energieriesen mit Potenzial
Vor zwei Jahren gab sich Hrdina beim gleichen Thema noch ziemlich reserviert. Da der russische Staat sehr stark auf die Gewinne der Öl- und Gasindustrie angewiesen sei, würden diese so stark besteuert, dass der freie Cashflow weggesteuert werde, erklärte der Deka-Manager 2010. Daher zog er damals Werte vor, die nur indirekt vom Öl- und Gassektor profitieren.

Mittlerweile hat Hrdina seine Meinung geändert: Gazprom und Lukoil bilden mit 5,6 beziehungsweise 5 Prozent aktuell die zweit- und drittgrößte Position in seinem Portfolio.

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt der jüngste Crash-Test von DER FONDS. Das Schwester-Magazin von DAS INVESTMENT testete 55 Osteuropa-Aktienfonds in puncto Performance, Stresstest und Rating. Mit 287 von 300 möglichen Punkten landete das Deka-Produkt auf dem ersten Platz; der Ottoman-Fonds wurde Dritter.


Russland oder Türkei?
Auf Rang 2 schaffte es der von Citywire, SP und Sauren mit Höchstnoten dekorierte, für neue Anleger aber geschlossene Nevsky Eastern European. Martin Taylor und Nick Barnes von Thames River Capital, die den Nevsky-Fonds managen, haben ebenfalls ein Faible für Standardwerte von der Moskauer Börse.

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Ganz ähnlich agieren auch Allan Conway und Tom Wilson beim viertplatzierten Schroder Emerging Europe: Dort machen russische Aktien derzeit mehr als 60 Prozent aus. Unter den Top 5 finden sich mit Lukoil, Gazprom und Surgutneftegaz die einschlägig bekannten Energie- Multis des Landes.

Während die anderen Crash-Test-Sieger den Großteil ihres Portfolios in russischen Aktien halten, bildet Russland beim Renaissance Ottoman mit 22 Prozent nur die zweitgrößte Position. Denn bei diesem erst im Januar von Griffin übernommenen Osteuropa-Produkt ist der Name Programm. "Wer in Bezug auf die Türkei pessimistisch ist, sollte seine Fondsanteile verkaufen", sagt Unan.

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Das Land am Bosporus macht derzeit knapp 62 Prozent seines Portfolios aus. "In puncto Wirtschaftswachstum legt die Türkei gerade eine Aufholjagd hin", schwärmt der Fondsmanager. Vor allem die türkische Finanzbranche hat es Unan angetan. "Die Türkei ist der drittgrößte Kreditkarten-Anbieter nach den USA und den Niederlanden", sagt er. Diese Begeisterung schlägt sich auch in der Aktienauswahl nieder: Unter den fünf Top-Positionen des Renaissance Ottoman finden sich vier türkische Bankentitel.

Worauf es im Crashtest ankommt, finden Sie hier.

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