Sympathie mit der russischen Punkband «Pussy Riot» zeigen die …


Pussy-Riot-Urteil

Moskau schlägt den Punk-Aufstand nieder

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Sympathie mit der russischen Punkband «Pussy Riot» zeigen die Demonstrantinnen von Femen, die mit blankem Busen auf Missstände aufmerksam machen.:

Sympathie mit der russischen Punkband «Pussy Riot» zeigen die Demonstrantinnen von Femen, die mit blankem Busen auf Missstände aufmerksam machen.

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Sympathie mit der russischen Punkband «Pussy Riot» zeigen die Demonstrantinnen von Femen, die mit blankem Busen auf Missstände aufmerksam machen.

Ein Großaufgebot der Polizei schützt das Gericht, in dem die Punkband «Pussy Riot» schuldig gesprochen wurde - wegen Rowdytums aus religiösem Hass. Das Strafmaß ist noch nicht bekannt. Vor dem Gericht demonstrierten Sympathisanten, es gab Verletzte.



Nadezhda Tolokonnikova (links), Yekaterina Samutsevich und Maria Aliokhina (rechts): Moskau schlägt den Pussy Riot-Aufstand nieder. 


Nadezhda Tolokonnikova (links), Yekaterina Samutsevich und Maria Aliokhina (rechts): Moskau schlägt den Pussy Riot-Aufstand nieder.

Foto: dpa

Unmittelbar vor dem Urteil gegen drei Mitglieder der kremlkritischen Punkband Pussy Riot haben die Anwälte der drei Angeklagten deren Anhänger zur Unterstützung vor dem Gericht aufgerufen. Sie sollten aber ohne Masken, Fahnen und Transparente erscheinen, um nicht wegen einer illegalen Kundgebung festgenommen zu werden, sagte Verteidiger Mark Fejgin. Über soziale Netzwerke kündigten sich etwa 700 Unterstützer an. Die Moskauer Polizei sperrte das Gerichtsgebäude nahe dem Moskwa-Fluss ab.

Die Staatsanwaltschaft fordert für jede der drei jungen Frauen drei Jahre Haft wegen Rowdytums aus religiösem Hass. Sie hatten am 21. Februar in der wichtigsten Moskauer Kathedrale mit einem Punkgebet gegen die Rückkehr von Wladimir Putin in den Kreml sowie die enge Verzahnung von Staat und Kirche in Russland protestiert. Die Verteidigung kritisiert den Prozess als politisch motiviert.

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Brasilia:

Der «Slutwalk» hat bereits Anhängerinnen auf der ganzen Welt. Auch die brasilianischen Damen gingen bereits auf die Straße, um gegen das Vorurteile anzukämpfen, dass sie selbst Schuld seien, wenn sie mit knapper Kleidung sexuell belästigt oder gar vergewaltigt würden.

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Brasilia

Eisengitter blockierten bereits am frühen Morgen an beiden Seiten die Zufahrt zum Gericht. Zahlreiche Polizeibusse sind vorgefahren. Schon Stunden vor dem Urteil warteten Dutzende Journalisten vor dem Gebäude. Weltweit sind kurz vor der Urteilsverkündung um 13 Uhr (MESZ) Solidaritätsaktionen geplant, darunter auch in Berlin. In Russland wollten hingegen Ultranationalisten und strenggläubige orthodoxe Christen für eine Verurteilung demonstrieren.

Pussy Riot: «Wir gewinnen sowieso»

Experten sahen den Kreml in der Zwickmühle. Sollten die Feministinnen überraschend freikommen, würde die Opposition das als Zugeständnis der Regierung werten, meinten Kommentatoren in Moskau. Eine Verurteilung hingegen könnte den Unmut in der Bevölkerung stärken. Der Kreml habe sich verkalkuliert, sagte die Politologin Maria Lipman vom Moskauer Carnegie-Zentrum. Nach Meinung von Analysten hat Russland wegen des Prozesses international deutlich an Ansehen verloren.

Die Aktivistinnen selbst zeigten sich demonstrativ gelassen. «Ganz egal wie das Urteil lautet: Wir und Ihr gewinnen sowieso», schrieb Tolokonnikowa in einem von ihrem Anwalt veröffentlichten Brief. «Wir und Ihr gestalten derzeit eine große und wichtige politische Bewegung, und Putins System kann immer schwieriger damit umgehen.»

Der inhaftierte russische Oppositionelle Michail Chodorkowski warf Präsident Putin eine politische Verfolgung der Aktivistinnen der Punkband vor. «Das Ziel ist es, Kritikern des Regimes eine Lektion zu erteilen», antwortete der 49-Jährige in einem über Monate schriftlich geführten Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Das Gericht werde «nur ein Urteil bestätigen, das anderswo aufgeschrieben wurde - in der Staatsanwaltschaft oder irgendeiner anderen staatlichen Instanz». Die Justiz sei Teil des Machtapparats, kritisierte der einst reichste Mann Russlands und frühere Chef des Ölkonzerns Yukos. Er selbst war in zwei umstrittenen Prozessen unter anderem wegen Betrugs, Veruntreuung, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Öldiebstahls zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

jag/wam/news.de/dpa/dapd


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